Besonderheiten der Überbrückungshilfe bei Kleinunternehmern

Kleinunternehmer (§ 19 UStG) können grundsätzlich antragsberechtigt sein, wenn die allgemeinen Antragsvoraussetzungen erfüllt werden.

Es sind zudem für Kleinunternehmer die folgenden Besonderheiten zu berücksichtigen:

  • In der Regel wird die Umsatzsteuer für die Umsätze des Unternehmens nicht erhoben. Für die Beantragung der Überbrückungshilfe müssen dann alle Umsatzangaben ohne Umsatzsteuer dargestellt werden.
  • Wenn keine Umsatzsteuer erhoben wird, dann kann bei Kleinunternehmern auch keine Vorsteuer geltend gemacht werden. Daher werden für die Beantragung der Überbrückungshilfe alle erstattungsfähigen Kosten inklusive Umsatzsteuer angegeben.
  • Bei Soloselbständigen und Angehörigen der Freien Berufe muss die Tätigkeit im Haupterwerb (>51%  des Gesamteinkommens 2019) ausgeführt werden.
  • In der Regel werden keine monatlichen Umsatzsteuervoranmeldungen erstellt und eine EÜR geführt. Die geforderte Voranmeldung oder BWA kann daher in der Regel nicht zur Verfügung gestellt werden. Als Nachweis ist in diesem Fall statt der Umsatzsteuervoranmeldung der Kontoauszug des Geschäftskontos für die Monate April bis August 2019 und 2020 erforderlich.